Inhalt


Einleitung

Der als gemeinnützig anerkannte Verein hat sich die Beschaffung, Erhaltung und Restaurierung von Kulturwerten der Leipziger Verkehrsgeschichte zum Ziel gesetzt. Durch mehr als 30jährige Bemühungen von Mitgliedern des heutigen Vereins ist es gelungen, eine fast vollständige Sammlung von Originalfahrzeugen der Leipziger Straßenbahn zu erhalten. Die Mehrzahl aller jemals vorhandenen Trieb- und Beiwagentypen ist mit je einem Exemplar repräsentiert. Hinzu kommen noch ein Nachbau-Pferdebahnwagen und verschiedene Spezialfahrzeuge (z.B. Fahrkartenverkaufswagen). Diese für einen deutschen Nahverkehrs-Großbetrieb einmaligen Objekte stellen den besonderen Wert der Sammlung dar. Ein weiteres Ziel, die Unterbringung der Fahrzeuge in einem stillgelegten Straßenbahnhof und damit der Aufbau eines Nahverkehrsmuseums konnte bereits erfüllt werden. Außerdem soll - in Abhängigkeit von den gesetzlichen Bestimmungen - der seit Jahren beliebte historische Fahrbetrieb weiterhin möglich sein. Eine Modellstraßenbahnanlage wird ebenfalls durch eine Arbeitsgruppe des Vereines betreut, präsentiert und ständig erweitert.

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Von der Vereinsgründung zum Betreiber des Straßenbahnmuseums in Leipzig

Im Jahre 1965 gründeten "Nahverkehrsfreunde" eine Arbeitsgruppe. Vorerst voll eingebunden in den Modelleisenbahnverband der DDR, später dann eigenständige Gruppe desselben als "Arbeitsgemeinschaft 6/44", begann die Gruppe mit ersten Rekonstruktionsarbeiten im März des Jahres 1969. Verspöttelt und belächelt betrieben die "Laien" den Rückbau des Beiwagens 751 (Indienststellung 1913) aus einer Gemüsetransportlore in seinen Originalzustand. Unter der Leitung des langjährigen technischen Leiters begannen so die praktischen Arbeiten an historischen Straßenbahnen. Er leitete über dreißig Jahre die Fahrzeugrestaurierung und war bis zur Schaffung der heutigen Vereins-Rechtsform überhaupt der Kopf der Arbeitsgemeinschaft. In Beachtung der sichtbaren Erfolge duldeten die LVB (Leipziger Verkehrsbetriebe) die weitere Profilierung der AG und wiesen dem sogenannten "Spielclub" später Teile des Bf. Leutzsch als Betätigungsfeld zu. Im Dezember 1990 passte sich die AG dem bundesdeutschen Recht an und vollzog die Vereinsgründung. Mit dem Namen Arbeitsgemeinschaft „Historische Nahverkehrsmittel Leipzig" steht der Verein unter der Nummer 1324 im Vereinsregister des Amtsgerichtes Leipzig. Dem eingetragenen Verein wurde 1991 auf der Basis seiner satzungsgemäßen Tätigkeit die Gemeinnützigkeit zugesprochen. Aus ehemals 16 Gründungsmitgliedern (1990) sind mit Stand Dezember 2003 90 Vereinsmitglieder geworden. Neben dem Kernstück der Vereinsarbeit, der Fahrzeugrestaurierung, haben sich weitere Arbeitsgruppen gebildet - die Gruppe Öffentlichkeitsarbeit, die Gruppe Fahrdienst, die Gruppe Modellstraßenbahn und die Gruppe Museumsbetrieb. Nach 1990 kam es zu mehreren Ortswechseln und Umzügen - 1992 musste der Bf. Leutzsch als Arbeitsdomizil geräumt werden, nachdem bereits 1990 ein Großteil der Fahrzeuge auf andere Standorte ausgelagert worden war. Die Gruppe zog nach Schkeuditz um. 1996 wurde die Außenstelle Schkeuditz aufgegeben. Der Straßenbahnbetriebshof Möckern wurde ab Juni 1996 nicht mehr für Fahrzeuge des Linienverkehrs genutzt. Die LVB verfolgten gleichermaßen das Ziel einer zentralen und geschützten Unterbringung aller historischen Wagen, unabhängig von ihrem Bauzustand. Die Folge dieser gemeinsamen Bestrebungen von Verein und LVB war, dass alle historischen Wagen zum Abschluss des Jubiläumscorsos am Sonnabend, dem 08.Juni 1996 in den Bf. Möckern einrückten. Dieser Tag war faktisch die Geburtstag des Straßenbahnmuseums. Im Jahre 1997 wurde einem Vorstandsmitglied des Vereines von der Geschäftsführung der LVB der Auftrag erteilt, ein Museumskonzept  zu erarbeiten, das auf der Basis gegenseitiger Vereinbarungen unter Nutzung des Betriebshofes Möckern zu realisieren wäre. Die Ausarbeitung fand die Zustimmung der Geschäftsführung der LVB und der Vorstand des gemeinnützigen Vereines war in der Lage, sie auch unter Einhaltung seiner satzungsmäßigen Zielsetzungen zu realisieren. Mit der Eröffnung des "Historischen Straßenbahnhofes Leipzig-Möckern" am 17.Mai 1998 begann der Ausbau des Straßenbahnmuseums in Leipzig zum touristischen Zielpunkt in Verantwortung und unter der Regie des gemeinnützigen Vereines mit Unterstützung der LVB. Der gemeinnützige Verein ist der Betreiber des Leipziger Straßenbahnmuseums. Die über Jahre im Verborgenen bewahrten und gepflegten Schätze der Leipziger Verkehrsgeschichte konnten nun der Öffentlichkeit in einer attraktiveren Form zugänglich gemacht werden.

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Arbeitsgruppe Fahrzeugrestaurierung 

Das Grundkonzept für die Fahrzeugrestaurierung weicht von gleichartigen Museen anderer Städte ab. In Leipzig werden grundsätzlich alle Fahrzeuge in den Originalzustand zurückgebaut, in dem sie sich zum Zeitpunkt ihrer Indienststellung befanden. Nur drei Triebwagen und zwei Beiwagen werden in einem für die Einsatzzeit typischen Umbauzustand späterer Einsatzjahre versetzt. Somit ist es auch möglich, per Gegenüberstellung zum Original den immensen Umbau- und Modernisierungsaufwand bei Epochenwechsel darzustellen. Die Leipziger Sammlung beherbergt nur Fahrzeugtypen, die in Leipzig zum Einsatz kamen. Sie ist eine der vielfältigsten Sammlungen Deutschlands. Dies stellt besondere Anforderungen an die Arbeit der Restaurateure, die häufig keine fachspezifische Ausbildung besitzen. Im Verein arbeiten größtenteils Laien. Sie haben sich aber vielfältige Fertigkeiten angeeignet. 
Vielleicht fällt Ihnen zu Hause die Decke auf den Kopf. Mancher Rentner oder Vorruheständler zählt sich vielleicht noch nicht zum alten Eisen. Die Mitarbeit ist unentgeltlich. Über die Vereinsmitgliedschaft besteht während der Vereinsarbeit Unfallversicherungsschutz.

Wenn Sie uns unterstützen wollen, wir suchen:

Ansprechpartner:

Herr Jens Strobel
Arbeitsgemeinschaft „Historische Nahverkehrsmittel Leipzig e.V."
D-04005 Leipzig, Postfach 100 550

Tel.:     (0341) 3 92 89 04
Fax:     (032) 1 21 23 22 69
E-Mail: jens.strobel-Löschen Sie diesen Text heraus!-@strassenbahnmuseum.de

 

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Vereinszeitschrift

Der Verein gibt eine Zeitschrift mit dem Titel "Der Niederflurwagen" heraus. Diese berichtet über die Vereinsarbeit, die historischen Fahrzeuge, die Traditionspflege in anderen Verkehrsbetrieben und Straßenbahnenmuseen aus aller Welt. Die Zeitschrift erscheint halbjährlich. Sie kann an den Öffnungstagen zum Preis von 4,- € erworben werden. Abonnements sind möglich.

Leseprobe:

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